Barbara Keller-Inhelder
Kraft der Mitte ist gefragt  
22. Oktober 2007
Erschienen in: Südostschweiz

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Die Südostschweiz: Kraft der Mitte ist gefragt

In Schänis feiert die CVP ihren Nationalrat Köbi Büchler, eine erfolgreiche Barbara Keller- Inhelder und die Jung-CVP-lerin Yvonne Suter. «Es geht aufwärts mit der CVP», so der Tenor.

Von Brigitte Tiefenauer

Schänis. – Der Saal bebt, die Masse feiert. Die CVP Linth hat Grund zum Jubeln. «Schönstes Resultat ist das Ergebnis von Köbi Büchler, hinzu kommt der Achtungserfolg von Barbara Keller und zum Dritten Yvonne Suter, die es auf den ersten Rang der St. Galler JCVP geschafft hat. Eine top Leistung – es geht aufwärts mit unserer CVP.» Der den Ausgang der Parlamentwahlen so enthusiastisch zusammenfasst, ist kein Geringerer als alt Nationalrat Josef Kühne, Präsident des CVP-Wahlstabs.

Junge CVP mit Suter an der Spitze Mit dem Resultat habe man gerechnet: Meier-Schatz an der Spitze und dann bald der Köbi. «Bemerkenswert allerdings Büchlers Abschneiden noch vor dem Rorschacher Stadtpräsidenten Thomas Müller», wertet Kantonsrat Urs Roth, Mitglied des Wahlstabs, Büchlers Resultat. Und Büchler: «Ich freue mich.» Eine Wahl sei immer mit Respekt verbunden. Nicht umsonst hat er seine Frau am Nachmittag um einen Cognac gebeten, als es mit den St. Galler Resultaten nicht vorwärts ging.

Dann spielt die Schänner Musik auf. Zum besonderen Anlass, so Gemeindepräsident Erich Jud, habe man doch den letzten Schänner Nationalrat anno 1848 mit Dominik Gmür gefeiert.

Auch Barbara Keller-Inhelder strahlt. Mit 19 516 Stimmen weist sie ein Glanzresultat auf. Als Wahlstabsmitglied habe sie «nebenbei» noch die CVP-Kandidatur übernommen. Wahlchancen habe sie sich nie ausgerechnet. «Mittelfristig interessiert mich eher der Rapperswil-Joner Stadtrat», verrät sie. Dafür habe sie den Puls ihrer Popularität fühlen wollen.

Dann, am Telefon, die dritte Gefeierte: «Es ist grossartig, ich habe mega Freude. Unser Engagement hat sich gelohnt.» Es ist Yvonne Suter aus dem Pfalzkeller. Mit 4523 Stimmen führt sie die Liste der Jungen CVP an. Die JCVP hat insgesamt 31 000 Stimmen geholt. Ob sie weitere politische Ambitionen habe? «Ja, weiss nicht, der Nationalrat wäre schon ein erstrebenswertes Ziel», meint die Jonerin.

Zurück zu Josef Kühne: «Eugen David auf dem zweiten Platz für den Ständerat ist eine spannende Ausgangslage für den zweiten Wahlgang.» Chancen habe David wohl, allerdings müsse parteiintern mehr Zusammenhalt garantiert sein, bemerkt er.

Auch gesamtschweizerisch darf sich die CVP sehen lassen, wie den Reaktionen aus Schänis zu entnehmen ist. «Es ist uns gelungen, mit 31 Sitzen im Nationalrat mit der FDP gleichzuziehen », so Urs Roth. Und Kühne: «Die Kraft der Mitte ist wieder gefragt. Schliesslich muss jemand Probleme lösen; man kann nicht nur Spektakel machen.»

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