Barbara Keller-Inhelder
«Wichtigste Nebensache der Welt»  
12. Oktober 2005
Erschienen in: Linth-Zeitung

Fussball:
Prominente aus dem Linthgebiet fiebern für die Schweiz und tippen auf einen Sieg
Wenn das Fussballnationalteam heute in Irland um das WM-Ticket spielt, fiebert auch das Linthgebiet mit.

Philipp Wyss

Linth-Zeitung: Wichtigste Nebensache der Welt

Unterstützen die Schweizer Nationalmannschaft heute Abend vor dem Fernseher: Nationalrat Jakob Büchler, Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder, FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli und SF-DRS-Sportreporter Stefan Bürer. (Geri Schedl)


«Ich bin rechtzeitig aus Bangkok zurückgekehrt, um diesen Showdown am TV mitverfolgen zu können», sagt der Rapperswiler Regisseur Michael Steiner («Mein Name ist Eugen»). Er tippt auf ein 1:0. «Dann würde ich an der Weltmeisterschaft in Deutschland natürlich der Schweiz helfen, obschon ich an grossen Turnieren stets den Deutschen die Daumen drücke.»
Sehr optimistisch ist auch Stefan Bürer, Sportreporter bei SF DRS. Der Joner wird das Spiel heute ebenfalls am Fernsehen mitverfolgen. «Wie bereits gegen Frankreich werden unsere Kinder Sari (5) und Gian (4) eine Schweizer Fahne schwenken.» Bürer denkt an den Gruppensieg: «Auswärts wird es wohl eng. Aber ich kann mir vorstellen, dass diese Mannschaft gewinnt. Das wäre Wahnsinn.»

Politiker vor dem Fernseher
Auch Rocco Delli Colli, Präsident des FC Rapperswil-Jona, sieht die Vorzeichen für die Schweiz positiv: «Ich glaube an ein 2:1, Irland liegt uns», sagt der schweizerisch-italienische Doppelbürger. Rolf Knie, Künstler aus St. Gallenkappel, wird nur gelegentlich ins Spiel reinzappen. «Ich habe die Nerven nicht, um 90 Minuten zuzuschauen», sagt er. Fussball ist für Knie die wichtigste Nebensache der Welt. «Ich denke, gerade das Nervenaufreibende macht ihn so spannend.» Bill Gilligan, Trainer der SCRJ Lakers, schaut Fussball gerne am Fernsehen. Aktuell interessiert ihn allerdings die Ausgangslage seiner Eishockeymannschaft stärker. «Für die Schweiz wäre ein Sieg super, darum tippe ich auf ein 2:1.»
Doch nicht nur Sportler und mit dem Sport Verbundene fiebern heute mit, wenn Frei und Co. um die Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland kämpfen. Auch Politiker aus der Region passen ihren Tagesablauf dem entscheidenden Spiel an. Zum Beispiel CVP-Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder aus Jona. «Bereits am Samstag drehte sich alles um den Fussball. Das wird heute kaum anders sein.» Keller erwartet die Verwandtschaft zum Fernseh-Abend. «Das Team hat das Potenzial, die Euphorie und die Motivation, sich für die WM zu qualifizieren», sagt Keller und tippt auf ein 1:1.
An ein 2:1 glaubt CVP-Nationalrat Jakob Büchler aus Schänis: «Das Frankreich-Spiel hat Kraft gekostet, aber die gute Leistung und die Reaktion auf den Rückstand sind die Motivation für heute. Das Motto muss ‹Jetzt oder nie› lauten», sagt Büchler. Und: «Die Qualifikation würde sich auf unser Land positiv auswirken.»

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